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Gedichte

Ruf der Königin

Ist denn weit und breit
auf weiter Flur,
niemand der mein sehnlich Flehen
und die große Flut geheimer Wünsche,
sehen kann und hört ?

selbst erstarkt und festen Schrittes
wandere ich auf dieser Erd
und verbringe tüchtigen Mutes
täglich nun mein Tageswerk.

Stärke kann auch einsam machen.

Bitt um einen tücht’gen Mann
der an meiner stattlich Seite,
dank Statur und mutigen Sinnes,
mir auch standhalten kann.

Voll Wärm und Lieb,
soll sein Wesen sein
Hüter meiner Seele mein.

Unter seinen festen Hände
geb ich Kampfeslust gern auf
seinem Eroberungsdrang und Drängen
will ich mich schmeichelnd lächelnd
mich hingeben.

Zünde mir mein Feuer an.

Ach, ständ er vor mir schon
Lipp auf Lippe, Hand auf Hand
möchte ihm geben mein Lieb
und der Sehnsucht ganzer Drang.

sehn mich zitternd schon zu schmelzen
wie ein Eisberg in der Sonn
such Erlösung in den Armen
und die Liebe brennt voll Wonn.
Für die Amazonenkönigin
Robert Kaller, 19.11.04