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Grundsatztext zu Grundöfen

Der gemauerte Grundofen ist der Urofen, ein seit Jahrhunderten handgearbeitetes Werkstück. Seine wohltuende Strahlungswärme und der für eine gesunde Atmung wichtige Erhalt an Luftfeuchtigkeit fördern das allgemeine Wohlbefinden an Leib, Seele und Geist und beugt Erkältungskrankheiten vor. Ein hoher feuertechnischer Wirkungsgrad (80-90%), leichte Bedienbarkeit und seine ökologisch verantwortungsbewusste Bau- und Brennweise machen ihn zum Ofen der Zukunft. Die verwendeten Steine speichern die Wärme bis zu 48 Stunden.

Die äußere Form des Ofens, die individuell frei zu gestalten ist, zeigt das Wesen des Feuers und der Wärme, ein Schmuckstück des Hauses auch im Sommer! Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Robert Kaller sowohl als ausführender Handwerker wie auch als Bildhauer mit dem Bau von Ofenlandschaften und Wärmeskulpturen, deren Innenleben von zum Teil uraltem Wissen um Wärme geprägt sind.

Die Unterscheidung verschiedener Arten von Wärme ist von elementarer Bedeutung. Die heute gebräuchliche Luftwärme betäubt mit ihrer gleichmäßigen Raumerwärmung den menschlichen Wärmesinn, trocknet die Atemwege aus und schwächt das Immunsystem. Ganz anders die Strahlungswärme: sie erwärmt die Gegenstände und verfügt überdies über eine ätherische Komponente. Sie regt den Wärmesinn an und stärkt die Abwehr kältebedingter Krankheiten. Kalte und warme Zonen im eigenen Haus trainieren den Wärmesinn. Wärme - ein lebenswichtiges Urbedürfnis des Menschen. Brennendes Feuer - ein Jahrtausende altes Bild für menschliches Leben und Überleben.

Die gemauerten Öfen greifen die Formen von Flammen und Wärmeströmungen auf und machen außen sichtbar, was innen geschieht. Die Wirkung der organischen Form, die gesunde Wärme und die optimale Raumausnutzung durch die plastischen Formen sind die maßgeblichen Gesichtspunkte. Ein Hauch von Innovation und ein Schuss künstlerischer Romantik geben der Formidee ein ganz spezielles Fluidum.

Moderne High-Tec-Anlagen sind mit einem differenzierten System technischer Funktionen ausgestattet und als Alleinheizung geeignet und dabei von ökologisch bedachter nachhaltiger Wirkung. Die Gestaltung des Ofens ist ein eigenes, skulpturales Thema, das mit dem Raum korrespondiert und mit allen Funktionen harmoniert.

Charakteristisch und unentbehrlich ist die Sitzbank mit gemauerten Zügen aus Schamotte, das Warmhaltefach, oft auch ein Backofen. Ein Wärmetauscher versorgt die Heizung des Hauses mit warmem Wasser. Dies alles kann mit Solaranlagen auf dem Dach kombiniert werden. Eine Steuer- und Regelanlage koppelt die verschiedenen Wärmequellen und schaltet sich, je nach bedarf, selbständig ein und aus. Die gute Holzheizung wird durch eine computergesteuerte EOS Steuerung in ihrem Abbrand optimiert. Inetgrierte Pelletmodule mit automatischer Befüllung machen das System unabhängig und somit auch für den modernen Alltag einsetzbar, bei dem die „intelligente“ Heizanlage auch in Abwesenheit der Bewohner einwandfrei funktioniert.

Dies bedeutet konkret, dass auf der Baustelle die verschiedensten Gewerke vernetzt arbeiten müssen. Heizungsinstallateure, Maurer, Elektriker, Photovoltaiker, Ofensetzer und Bildhauer miteinander arbeiten und gestalten müssen.

Die lang erwartete Entwicklung der Rohstoffpreise von Gas und Öl gibt dem modernen und mit innovativer Technik ausgestatteten mitteleuropäischen gemauerten und verputzten Grundofen damit eine realistische und energiewirtschaftlich bedeutsame Zukunft. Damit dieses Element nicht im technischen Design verarmt, versuche ich dem Ofen eine, ihm gemäße und seinem Wesen entsprechende Form zu geben. Die Entwicklung der Form geschieht unter Berücksichtigung der vorliegenden Raumsituation und in Zusammenarbeit mit demBauherren und seinen konkreten Vorstellungen und seinem emotionalen Zugang zum Thema.