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Picknick auf dem Dach von Herten

Hertener Allgemeine, 13. 10. 2005
Von Dagmar Hojtzyk

Arbeit muss auch Spaß machen, findet Farbgestalter Robert Kaller und "trommelte" gestern Bauhandwerker und Künstler zu einer kurzen Pause auf dem "Dach von Herten" zusammen. Bei Zwiebelkuchen und Apfelschorle (als alkoholfreie Alternative zu Federweißer) genossen sie vom 36 Meter hohen Wenger-Turm aus einen wunderbaren Blick über die Stadtgrenzen hinaus.

"Der Wettergott spielt mit", sagte der 47-jährige Farbgestalter mit Blick zum Himmel, und er meinte damit nicht nur die Pause im strahlenden Sonnenschein. Die Arbeiten an der herausragenden Hertener Wegmarke konnten dank des Wetters früher begonnen werden als geplant, und sie gehen zügig voran.

Die Betonsanierung, so Stadtplanungs-Leiter Stephan Kahl, ist in den letzten zwei Wochen bereits gemacht worden. Robert Kaller hat mit seinem Künstler- und Gestalter-Team die gesamte Grafik aufgezeichnet und bereits die ersten Felder ausgemalt. Auf der dem Fresenius-Institut zugewandten Turmseite leuchtet der Schriftzug "Herten" bereits in roten Lettern.

Zur Erinnerung: Auf drei Seiten des Turmes wird der Schriftzug "Technologiepark Herten" stehen. Die übrigen Flächen werden mit Linien und Quadraten in den Farben Blau, Grün und Rot gestaltet, alles auf grauem Untergrund. "Der Turm ist eine einmalige Wegmarke für Herten", sagt Robert Kaller. Im Wettbewerb der Städte sieht der Farbgestalter darin einen deutlichen Image-Gewinn.

200 000 Euro kostet die Maßnahme, die zu 80 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union und zum Rest aus den VEW-Millionen finanziert wird. Enthalten sind in der Summe, so Stephan Kahl, die Instandsetzung der Fassade und die künstlerische Gestaltung inklusive des Beleuchtungskonzeptes. Der Turm soll nachts angestrahlt werden. "Eine Probe haben wir in der Dunkelheit schon einmal gemacht", sagt Robert Kaller. "Die Wirkung war gut, selbst ohne Farbgestaltung."