Identität schaffen
- Atelier Robert Kaller

- 28. Feb. 2025
- 2 Min. Lesezeit
In enger Zusammenarbeit mit der Eltern-Initiative ‚WiO – Wohnen im Ort e.V.‘ und dem Dortmunder Spar- und Bauverein arbeitete Robert Kaller konzeptionell und baukünstlerisch an der Gestaltung eines integrativen Wohnprojekts im Neubaugebiet ‚Ewigen Teufe‘ in Dortmund mit. Dabei ging es nicht nur um die ästhetische Gestaltung der Räumlichkeiten sondern auch darum, bei den jungen Erwachsenen Identität mit ihrem neuen zu Hause zu schaffen. Nun wurden die Ideen umgesetzt!
Die sozialpädagogisch betreuten Bewohner aus 4 Wohngruppen erstellten gemeinsam und unter der Anleitung von Robert Kaller und Johanna Blennemann zunächst 4 großflächige Wandmosaike im Atelier. Das stärkte nicht nur das Gefühl der Zusammengehörigkeit, auch die Freude war groß!
Die Mosaike wurden anschließend auf der Etage platziert, in der die jeweiligen Bewohner leben, die das Mosaik gestaltet hatten.
Danach wurde der etagenweise unterschiedliche Farbanstrich an die Stirnwände um die Mosaikflächen angebracht. Neben der ästhetischen Wirkung von Mosaik und Farbe dienen die unterschiedlichen Farbklänge den Bewohner*Innen nun auch als Orientierung im Gebäude.
Nachdem die künstlerische Treppenhausgestaltung mit Mosaik und Farbe durchgeführt wurde, widmete sich Robert Kaller mit seinem Team den Fragen der Akustik und der Farbgestaltung im Aufenthaltsbereich und in der Küche des integrativen Wohnprojektes.
Die farbdynamische Wandgestaltung, auch „lichtoffene Farbigkeit“ genannt, leuchtet bei unterschiedlichen Lichteinfällen zu den verschiedenen Tageszeiten abwechslungsreich und anregend. Durch die dreidimensionale Schichtung der Pigmentkörper werden graue Schatten vermieden. Diese ‚lichtoffenen Flächen‘ führen zu einer stärkeren Durchblutung des Innenauges und der Sehsinn wird aktiviert.
Im vorliegenden Falle wurden drei verschiedene Farbtöne in einem speziellen Spritzverfahren übereinandergeschichtet. Verwendet wurde eine spezielle wasserlösliche und dampfdiffusionsoffene Farbe, die abwaschbar ist. Dies ist bei einer intensiven Raumbenutzung durch viele Menschen von großem praktischen Vorteil.
Robert Kaller’s seit vielen Jahren in Schulen, Kindergärten und öffentlichen Projekten eingesetztes effektive akustische Prinzip wurde auch hier angewandt. Die Form der Lärmschutzplatten fließt in die gestalterische Idee ein und erzeugt neben der akustischen Verbesserung auch eine ästhetische Aufwertung.


























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