top of page

Mentale Gesundheit an Schulen fördern – Der Weg ist Kunst!

  • Autorenbild: Dr. phil. Robert Kaller
    Dr. phil. Robert Kaller
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Die Situation in den Schulen wird immer komplexer, diverser und entfernt sich immer mehr von der vormals eigentlich gedachten Bildungsidee. Es bedarf einiger Korrekturen. Besonders für Jugendliche ist die heutige Welt in vielen Fällen geprägt von Hektik, Stress und einem gewissen Leistungsdruck in Schule und Familie. Die Digitalisierung in Form von Smartphones, Computer und Netflix nehmen schon bei den Kleinsten einen immer größeren Stellenwert ein.

 

Die Bundesschülerkonferenz hat die Politik im Oktober 2025 wegen zunehmender psychischer Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen zum Handeln aufgerufen. Im Rahmen des ‚Startchancen-Programms‘ – einer Initiative von Bund und Ländern - soll die Situation nun verbessert werden.

Eine Initiative, die ich aus voller Überzeugung unterstütze!


Startchancen - Atelier Robert Kaller

 


Kooperatives Lernen und kreatives Denken

Expertinnen und Experten sagen, dass Schulräume und Flure, Farben und Formen auch die Flexibilität widerspiegeln sollten, die von heutigen Schülerinnen und Schülern bzw. Studierenden später im Arbeitsleben erwartet wird. Durch flexible Elemente können Architektur und Design sowohl kooperatives als auch individuelles Lernen ermöglichen und damit problemlösendes und kreatives Denken fördern – Fähigkeiten, die die Initiative "Partnership for 21st Century Learning", ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Bildungsexperten und politischen Entscheiderinnen und Entscheidern, als wesentlich für das Leben und Arbeiten des 21. Jahrhunderts identifiziert. Schulen, die durch Architektur und Design Offenheit signalisieren, heißen Lernende willkommen und ermutigen sie, dem neuen Schultag mit Neugierde und ihrerseits mit Offenheit zu begegnen. Die schulische Umgebung ist bei der Umwandlung in einen offenen Lernraum ein maßgeblicher Faktor.

 

Räumliche Situation in den Schulgebäuden

Die oft undifferenzierten Flure des Schulgebäudes bedürfen nach Meinung aller am Schulleben Beteiligten – Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitende – einer Verbesserung hinsichtlich einer anregenden und orientierbaren Wirkung. Eingangsbereiche sollten einen Willkommens-Charakter haben, der jede und jeden in der Schule begrüßt. Der Orientierung im Gebäude widmet das Startchancen-Programm in Maßnahmenkatalog (s. Punkt 4.2.1 - klare räumliche Strukturen und Wegeführungen) eine explizite Unterstützung.

Die ‚Gestaltung der Schule‘ wird zum Resonanzkörper des inneren Wohlbefindens – der mentalen Gesundheit!  


 

Kunst als Weg

Die Kernaussagen von Kunst haben existentiellen Charakter. Es geht um Freiheit, Verantwortung, Identität. Kunst kann Schulgebäuden einen kraftvollen Charakter verleihen und Orientierung vermitteln. Schüler bilden innerlich nach, was sie äußerlich wahrnehmen und so kann eine künstlerische Gestaltung in einer Schule eine starke Wirkung auf das Lernverhalten und die Offenheit von Schülern erzeugen. Ein Schulgebäude dient der zeitlich ausgedehnten, vielgestaltigen und komplexen Entwicklung junger Menschen, die gegenüber Einflüssen ihrer Umgebung deutlich empfänglicher als Erwachsene und eine sprechende Umgebung benötigen, die nicht nur funktional ist, sondern die Ihnen auch Gefühlsqualitäten vermittelt. Hier setzt die künstlerische Gestaltung in einer Schule an.

Die Schule der Vergangenheit war ein Ort der Belehrung - die Schule der Zukunft ist ein Ort der Erfahrung.


Dr. phil. | Master of Fine Arts

Robert Kaller

Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.
bottom of page