Verbindung aller Menschen im Regenbogen
- Atelier Robert Kaller

- 30. Juli 2022
- 2 Min. Lesezeit
Im Februar 2022 beschloss das Familienzentrum der Concordia Grundschule in Oberhausen anlässlich des Landesprogramms „Aufholen nach Corona“ ein künstlerisches Projekt durchzuführen, das alle Schüler der Schule in einem gemeinsamen kunstpädagogischen Vorgang zusammenführt. Es galt einen sozialen Knoten zu lösen: Die aktuelle soziale Situation der Kinder war pandemiebedingt von Reduktion sozialer Kontakte und eingeschränkten Tätigkeit geprägt. Besonders in der genannten Zielgruppe fand wenig Förderung statt, die Notgruppen in der Schule war nur wenigen Kindern vorbehalten. Die Kinder konnten ihrem natürlichen Bedürfnis nach Spiel, Gemeinschaft und Lernen nicht nachgehen.
In der Elternschaft und dem Kollegium der Schule ist ein dringendes Bedürfnis nach Projekten zu spüren, die der aktuellen Situation der Kinder positiv begegnen und Möglichkeiten des Ausgleiches und der Veränderung anbieten. Das ist auch der Grund für unser konkretes Konzept. Der Kunst ist die Idee einer besseren Welt immanent, und genau an dieser Vorstellung setzte das Projekt an.

Die Concordia Grundschule und auch das Familiengrundschulzentrum befindet sich in einem Mix aus verschiedenen Schulgebäuden, die ursprünglich alle etwas trist und grau wirken und so gar nicht dem Wesen der Kinder entsprechen. Und so wurde die Idee geboren, mit Hilfe des erfahrenen Künstlers und Pädagogen Robert Kaller nicht nur den sozialen Konflikt zu lösen sondern auch gleichzeitig das Gebäude zu verschönern.
Die Giebelwand sollte eine besondere, ganzheitliche Farb- und Mosaikgestaltung erhalten, die sich am Logo der Schule orientiert. Da sie direkt auf den Schulhof zeigt, belebt das Ergebnis die ganze Schulgemeinschaft.
Es sind eine Menge Fähigkeiten gefragt um in einer Gruppe ein Mosaik zu gestalten: Dazu zählen Sozialkompetenz, handwerkliches Geschick, Fantasie und Freude an schönen Dingen und Kompositionen. Die beteiligten Schüler der 1. – 4. Klasse machen basiskünstlerische Erfahrungen. In der gemeinsamen künstlerischen Arbeit wird zudem die Sozialkompetenz geübt und es entstehen Gemeinschaftserlebnisse.
Gemeinsam mit Robert Kaller unternahmen die Schüler zunächst einen Ausflug an den Rhein und sammelten dabei Natursteine, die in den jeweiligen Mosaiken einen Platz gefunden haben.
Danach begannen die mosaizistischen Umsetzungsarbeiten mit den Schülern und dem Kollegium.
.... und danach der spannende Moment: Die Mosaike werden an der vorbereiteten Giebelfläche und den Fassaden angebracht.
Zu guter Letzt erfolgt die farbdynamische Gestaltung durch Robert Kaller und sein Team.
Der diesjährige Einschulungsgottesdienst für die Kinder fand vor dem Mosaik statt und die Priester und Redner fanden bewegende Wort über den baum des Lebens, die Verbindung aller Menschen im Regenbogen und die Symbole der Sonne für Liebe und die Herzen und Hände der Menschen in Verbindung zu den Blättern, der Natur.
Die Kunst ist mitten im Leben und in den Herzen der Menschen angekommen.


















































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